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Deutsch-Französischer Tag

Am 22. Januar findet seit vielen Jahren der Deutsch-Französische Tag statt. Dabei gibt es etwas Tolles zu feiern: Jedes Jahr wird an diesem Tag an die besondere Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich erinnert.

Alles begann vor 60 Jahren:

Am 22. Januar 1963 unterzeichneten der damalige deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle den sog. Élysée-Vertrag. Ziel: Freundschaft und politische Zusammenarbeit, was nach den beiden Weltkriegen keineswegs selbstverständlich war.

Dieses Jahr haben wir aus diesem Anlass unser Schulgebäude wieder mit typisch französischen Accessoires in den Farben Blau-Weiß-Rot geschmückt.

Ein Highlight ist auch immer die Vergabe der DELF-Diplome an die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen für die Niveaus A1 und A2, in diesem Jahr durch 1. Konrektorin Eva Geppert. DELF ist ein französisches Sprachzertifikat, das weltweit Anerkennung findet.

Anschließend durften alle Schülerinnen und Schüler des Französischzweigs (über 100!) im Kinopolis den Film „Monsieur Chocolat“ auf Französisch mit deutschen Untertiteln schauen.


Julia Labermeyer & Tanja Schalcher

Das Phoenix Theatre zu Gast in der Aula der SRL

In der Woche vor Weihnachten besuchte uns das „Phoenix Theatre“, ein englischsprachiges Tourneetheater. So kamen am Freitag vor den Ferien alle Schülerinnen und Schüler der 6. und 8. Klassen in den Genuss eines Theaterstücks.

Publikum für das Stück „McVamp“ waren die 6. Klassen. Imogen Thomas und James Grimstone, zwei junge britische Schauspieler, die mit ihrer guten Laune und positiven Energie die Schülerinnen und Schüler in ihren Bann zogen, schlüpften dabei gleich in mehrere Rollen. In diesem lustigen Stück ging es um einen schottischen Vampirjungen („Cedric McVamp“), der einmal unbedingt in das Familienunternehmen einsteigen soll. Wie es sich für Vampire gehört, leitet die Mutter ein blutiges Geschäft, nämlich eine sog. Blutbank, die nicht bedürftige Patienten, sondern Vampirkunden mit der roten Köstlichkeit versorgt. Der Sohnemann ist davon aber gar nicht angetan, denn er hasst Blut und möchte viel lieber eine ganz normale Eisdiele eröffnen. Dass diese gegensätzlichen Einstellungen eine gewisse Problematik mit sich bringen, ist offensichtlich und auch Anlass für viele komische Situationen. Das Stück bot nicht nur gute Unterhaltung, sondern auch die Gelegenheit zum Mitspielen. Immer wieder suchten die Darsteller Unterstützung, einen Tipp oder generell Ansprache beim Publikum, und ganz natürlich antworteten die Schülerinnen und Schüler in englischer Sprache.

In den darauffolgenden Stunden durften schließlich alle 8. Klassen das Stück „Echoes – The Loss of Lilly“ miterleben. Wie bereits in der Aufführung zuvor, nahmen die Schauspieler gleich mehrere Rollen ein und beeindruckten die Zuschauer durch ihre schnellen Kostümwechsel. Das eher ernste Stück thematisierte Cyber-Mobbing und psychische Gewalt im schulischen und privaten Bereich und zog damit das Publikum besonders in den Bann. Anhand von zwei dargestellten Figuren („Lilly“ und „Ryan“) und ihren jeweiligen Geschichten wurde aufgezeigt, welche Verhaltensweisen im Fall von Cyber-Mobbing einem aus dieser schrecklichen Situation heraushelfen können und was eher nicht zielführend ist, nämlich sich zu isolieren.

Insbesondere aber auch die Fragerunden, die Imogen und James jeweils nach ihren Vorstellungen anboten, wurden rege angenommen und so konnten alle Beteiligten viel Neues über das Leben der Schauspieler, die Stücke und das Theaterspielen im Allgemeinen lernen.

Insgesamt waren es zwei sehr gelungene Stücke, anhand derer wir die Chance bekamen, in die Welt des englischsprachigen Theaters einzutauchen. Wir hoffen auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.

Vorlesewettbewerb im Schuljahr 2023/24

„Ja, das grenzenloseste aller Abenteuer, das war das Leseabenteuer. Als ich zum ersten Mal ein eigenes Buch bekam und mich da hineinschnupperte. In diesem Augenblick erwachte mein Lesehunger, und ein besseres Geschenk hat das Leben mir nicht beschert.“

(Astrid Lindgren)

Auf Abenteuerreise nahmen uns dieses Jahr die fünf besten Leser aus den sechsten Klassen mit, die zuvor im Deutschunterricht ermittelt wurden.

Am 06. Dezember 2023 traten die gut vorbereiteten und hoch motivierten Teilnehmer bei diesem Wettbewerb gegeneinander an. Die Nervosität stieg, als die Schüler vor der Jury – bestehend aus den Deutschlehrern der sechsten Jahrgangsstufe – und Frau Geppert, der stellvertretenden Schulleiterin, ihre eingeübten Buchausschnitte vorstellten und vorlasen. Die zweite Hürde mussten die jungen Talente beim Lesen eines unbekannten Textes meistern, der dem Buch „Danger Zone – Gefährliche Wüste“ von Andreas Schlüter entnommen wurde. Gewertet wurden das Lesetempo, Lautstärke und Deutlichkeit, flüssiges und richtiges Lesen sowie die Betonung. Leander Kirchermeier (6d) konnte sich schließlich mit seinem Buch „Die Mississippi Bande“ von Davide Morosinotto durchsetzen. Er wird unsere Schule beim weiteren Verlauf der Wettbewerbe vertreten. Wir gratulieren ihm ganz herzlich dazu.

Da alle Teilnehmer bereits Sieger sind und auch um ihre Leistung zu würdigen, wurden sie jeweils mit einem Büchergutschein der Nikola-Buchhandlung belohnt. Für die großzügige Spende möchten wir uns dafür sehr bedanken.

Karin Fuchs-Schuster

Lernen in einem respektvollen Umfeld: Feierliche Schildübergabe “Schule ohne Rassismus”

„Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern. Sie ist der große Motor der persönlichen Entwicklung.“ Mit diesem Zitat von Nelson Mandela eröffnete Schulleiterin Sabine Welzenbach am Montag, 6. November, den Festakt anlässlich der Verleihung des Prädikats „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Dazu konnte sie zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens sowie der Schulfamilie in der Aula begrüßen. „Unsere Schüler, die aus mehr als 40 Nationen stammen, sollen in einem von Respekt und Toleranz geprägten Umfeld lernen können“, so Welzenbach. Dass dieses fortwährende Bestreben mit dem Zertifikat nun offiziell bestätigt wurde, machte sie sichtlich stolz.

In den Mittelpunkt seines Grußworts stellte anschließend Oberbürgermeister Alexander Putz die Verfassung der BRD. „Sie ist das Dokument eines langen Ringens um Freiheit sowie Toleranz und stellt das Rückgrat unseres Staates dar“, so Putz. „Wir müssen diese Werte leben und verteidigen, so dass Ausgrenzung, Diffamierung, Antisemitismus darin keinen Platz mehr finden.“ Die deutsche Leichtathletin Malaika Mihambo und ihr aktuelles Buch waren für den Ministerialbeauftragten Manfred Brodschelm in seinem Grußwort Anlass, Duldsamkeit, Empathie sowie Offenheit größte Bedeutsamkeit zuzuschreiben. Der Titel „Schule ohne – Schule mit Courage“ sei eine Auszeichnung und gleichzeitig auch eine Verpflichtung. Landeskoordinatorin Anja Wesseley übergab darauf feierlich das Schild und ging den Wurzeln des Rassismus auf den Grund. Die beiden Paten Ralf Franke von der BMW-Group Landshut und der Theaterpädagoge Jean-Francois Drozak von der Agentur für Kulturdesign sowie auch Vertreter der Landeszentrale für politische Bildung brachten schließlich persönliche Erfahrungen in den Festakt ein. Die BMW Group Landshut sei mit Mitarbeitern aus über 40 Nationen in jeder Hinsicht vielfältig. Ein vorurteilsfreies Arbeitsumfeld sowie ein respektvolles Miteinander seien hier eine grundlegende Voraussetzung. „Es reicht nicht aus, kein Rassist zu sein – der Anti-Rassist ist wachsam, kritisiert“, so Franke. Drozak bezeichnete sich selbst als „belgobrasilianischer Bayern“. Er besitze drei Reisepässe und habe sich somit bewusst auch dazu entschieden, die Verfassung zu respektieren. Über das Schild hätte er sich als Schüler gefreut, denn es verleihe jedem das Recht, Unrecht anzusprechen. Wortlos, aber eindringlich das Grußwort der Schülerinnen und Schüler am Ende der Veranstaltung: Selbstbewusst präsentierten sie die geforderten Werte in bunten Lettern auf der Bühne. Die Schülerinnen Vroni Wiethaler (9a) und Yeva Hros (U789) verliehen dem Festakt mit ihrem gefühlvollen Klavierspiel einen passenden Rahmen. Die Feierstunde markierte gleichzeitig den Auftakt der Projektwoche „Gegen Extremismus – für Toleranz“.

Der entsprechende Artikel aus der Landshuter Zeitung vom 15.11.2023 findet sich hier.

Auszeichnung der Realschulchampions

Am Abend vor dem Buß- und Bettag wurden im Bürgersaal des Marktes Ergolding in einer Feierstunde knapp 75 Schülerinnen und Schüler aus den Realschulen in Niederbayern als REALSCHULCHAMPIONS ausgezeichnet. Die Preisträger zeigten außergewöhnliches Engagement in den Kategorien Schulische Erfolge, Sport, Musik, Projekte und Ehrenamt.

Herr Andreas Strauß, Bürgermeister des Marktes Ergolding, als Hausherr, sprach zu Beginn ein Grußwort und Frau Ministerialdirigentin Dr. Christine Modesto, Leiterin der Realschul- und Grundsatzabteilung am Staatsministerium für Unterricht und Kultus, hielt eine würdige Festrede.

Von der Staatlichen Realschule Landshut wurden sogar in zwei Kategorien Schüler und Schülerinnen geehrt. Herr Sebastian Hutzenthaler, stellv. Landrat, ehrte Schülerinnen und Schüler für herausragende schulischen Leistungen im Abschlusszeugnis des Schuljahres 2022/23. An unserer Schule erzielte Emma Kermes den fabelhaften Schnitt von 1,0 und wurde hierfür als Realschulchampion geehrt.

Herr Rainer Graf, ein ehemaliger Schüler der Staatlichen Realschule Landshut und jetzt eine Führungskraft bei der Firma Schott AG in Landshut, stellte mit seinen Worten die Bedeutung von langfristigem und nachhaltigem Engagement nochmal heraus und konnte von der Staatlichen Realschule Landshut die Schulsanitätsgruppe in der Kategorie „Projekte“ ehren. Die Gruppe hatte im Februar 2023 den ersten Platz beim niederbayerischen Schulsanitätswettbewerb gewonnen und steht tagtäglich und vollkommen selbstverständlich für die Schulgemeinschaft mit ihrer Hilfsbereitschaft sowie ihrem Knowhow zur Verfügung. Im Anschluss erhielt jedes geehrte Kind eine Urkunde und eine Trinkflasche mit dem Realschulchampion-Emblem als Erinnerung.

Es war ein wunderbarer positiver Abend an dem uns vor Augen geführt wurde, welche besonderen Talente unsere Realschulen in Niederbayern bereichern und der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die ganze Schulfamilie freut sich mit unseren Preisträgern und gratuliert ihnen ganz herzlich!

Nachhaltig Probleme lösen mithilfe von KI

Die zwei staatlichen Realschulen aus Landshut und Ergolding nahmen gemeinsam beim so genannten „BoostCamp“ von BMW und Microsoft teil. Den Start bildeten zwei Präsenz-Workshops an den Schulen. Dabei ging es darum, Schüler:innen fit für die Arbeitswelt der Zukunft zu machen. Zukunftsorientiert zu denken, bedeutet auch, sich dem Thema Nachhaltigkeit anzunehmen. Deshalb machten sich die Jugendlichen Gedanken, wie Transport, Rohstoffe, Energie, Verpackungen, Wasser und menschenwürdige Arbeitsplätze nachhaltiger gestaltet werden können. Mithilfe von „künstlicher Intelligenz“ benannten die Schüler:innen Herausforderungen, suchten Inspiration, um Ideen zu entwickeln. Bei einem Pitch (Kurzvortrag) versuchten sie die Mitschüler:innen für ihre eigenen Lösung zu überzeugen. Die besten Ideen wurden prämiert und mit einer Einladung zur Abschlussveranstaltung im BMW Werk Dingolfing belohnt.

Am 16. November konnten die Teilnehmer:innen im BMW Ausbildungszentrum in Dingolfing dann in fünf Phasen ihre Eigenverantwortung zeigen, Handlungskompetenzen entwickeln und kreativ denken. Die Ergebnisse zu den Projektthemen wie der Batterie der Zukunft, nachhaltigem Holzeinsatz in Autos und einer Foodsharing-App zur Förderung des sozialen Miteinanders waren erstaunlich. „Am liebsten würde ich alle einstellen”, zeigte sich BMW-Ausbildungsleiter Gerhard Hofmann von den 30 Schüler:innen und ihren Ideen begeistert. Das war das Ziel: Dass junge Menschen sich mit Zukunftsthemen und Jobs in der IT- & Mobilitätsbranche auseinandersetzen und dabei ihre „Future Skills“ stärken. Gleichzeitig eröffneten sich auch berufliche Perspektiven für die Jugendlichen. Eine Win-Win-Situation auf allen Ebenen.

Wir sind wieder Umweltschule!

Zum 6. Mal in den letzten acht Jahren wurde die Staatliche Realschule Landshut zur „Umweltschule in Europa /Internationale Nachhaltigkeitsschule“ ausgezeichnet.

Hinter dieser Auszeichnung steckt ein europaweiter Wettbewerb, der jährlich stattfindet. Mit selbst gewählten Projekten wird umweltbewusstes Handeln und nachhaltiges Denken an Bildungseinrichtungen gefördert. So engagierte sich unsere Schulfamilie im letzten Schuljahr vor allem in den Handlungsfeldern „Maßnahmen zum Klimaschutz“ und „Nachhaltiger Konsum“. Ein Projekt war zum Beispiel die schrittweise Einführung von wiederbefüllbaren Schultrinkflaschen aus Metall, welche Dank einer Fördersumme von 10.000 € von der Firma Schott realisiert werden konnte. Im Rahmen eines Wettbewerbes konnte die Forscher AG die Fördersumme für unsere Schule gewinnen.

“Vorlesen verbindet” – Bundesweiter Vorlesetag in allen Klassen der SRL

„Oma liebte Bücher und schien immer gerade eins zu lesen. Sie stapelten sich auf den Regalen, standen in Reih und Glied auf den Fensterbänken, türmten sich in den Ecken.“ Die „Gangsta-Oma“, ihre Leidenschaft für das Lesen und die außerordentlich spannenden Abenteuer mit ihrem Enkel Ben stellten einen Beitrag beim diesjährigen Vorlesetag am Donnerstag, 16. November,  an unserer Schule dar. Die 5. Jahrgangsstufe durfte dabei in einem passend dekorierten Deutschraum die tollen Vorträge des Oberbürgermeisters Alexander Putz, des ehemaligen Rektors und Ministerialbeauftragten Bernhard Aschenbrenner sowie des Wirtschaftsförderers bei der Stadt Landshut Michael Luger hören. Das Buch des englischen Autors David Walliams begeisterte auf Anhieb, so dass sich die Idee der beiden Deutsch-Fachschaftsvorsitzenden Karin Fuchs-Schuster und Marina Aufleger, die Lektüre im Unterricht weiterzulesen, als ausgezeichnet entpuppte.

In diesem Jahr durften alle Klassen an dem Aktionstag teilnehmen. Die Jahrgangsstufen 6 bis 10 konnten die Beiträge per Video erleben, z. B. von der Bundestagsabgeordneten Nicole Bauer oder der Schauspielerin Janina Fautz. Gelesen wurden unter anderem Auszüge aus „Erebos“ von Ursula Poznanski oder Nechama Drobers „Ich heiße jetzt Nechama – Mein Leben zwischen Königsberg und Israel“. Durch die sorgfältig ausgewählten Titel und die wirkungsvollen Vorträge dürften etliche Kinder bzw. so mancher Jugendliche das Faible der Gangsta-Oma zukünftig teilen. Der Vorlesetag fand bereits zum 20. Mal statt, das Motto lautete heuer „Vorlesen verbindet!“.

Helga Winkler

Impressionen:

Wer findet ein „Match“?

Dies war der Aufruf für unsere SchülerInnen der achten Jahrgangsstufe, die Azubi-Lehrstellen – Matching App des Landshuter Startup-Unternehmens „RECREWT“ zu entdecken. Diese App, die individuell im Landkreis nach passenden Lehrstellen mit Betrieb sucht, wurde von einer der Firmengründerinnen Bianca Kujath vorgestellt.

Zunächst beantworteten die AchtklässlerInnen Fragen zu ihrer Persönlichkeit, ihren Alltagsroutinen und eigenen Kompetenzen. Im Anschluss daran hatten sie die Möglichkeit, ihre persönlichen Lehrstellen-Matches zu erkunden.

In einer abschließenden Feedbackrunde reflektierten die SchülerInnen gemeinsam mit den Referentinnen über die Qualität ihrer Ausbildungs-Matches. Die vorgeschlagenen Optionen sorgten für Aha-Erlebnisse bei den Jungen und Mädchen und die Erkenntnis, dass es eine Fülle von interessanten Ausbildungsbetrieben mit Lehrstellen gibt.

Bereit, die Welt weiter zu verändern

SRL: 130 Absolventinnen und Absolventen feierlich entlassen – 20 Einser vor dem Komma

„Wie ihr heute dasteht, kann sich wahrlich sehen lassen, obwohl ihr eine der extremsten Schulzeiten erlebt habt“, so ein Klassenleiter bei der Zeugnisverleihung im Pausenhof der SRL am Freitagvormittag zu seinen Schülern. In der Tat beherrschte der Distanzunterricht die Schulzeit der 130 Absolventinnen und Absolventen auffallend. Nichtsdestotrotz erzielten sie am Ende bemerkenswerte Leistungen, welche zuvor im Rahmen eines Festakts in der Aula gewürdigt wurden. 20 junge Erwachsene erreichten die Note Eins vor dem Komma, die Besten davon waren Felix Schulz, 10a, mit einem Schnitt von 1,09, Patrick Fuchs, 10a, mit 1,27 und Emma Kermes, 10e, mit 1,08.

1. Konrektorin Eva Geppert (links), Schulleiterin Sabine Welzenbach (2. von rechts) und 2. Konrektor Andreas Jell (rechts) mit den drei Jahrgangsbesten der SRL

„Was du jetzt säst, wirst du später ernten. Heute ist der Tag der Ernte“, stellte Geppert in ihrer Begrüßungsrede fest und riet deshalb, immer das Beste zu geben. Schulleiterin Sabine Welzenbach blieb dem Gedanken des Säens und Wachsens treu: „Ihr habt gezeigt, dass ihr im Leben einen bunten Beitrag leisten werdet, wie auf einer Blumenwiese, auf der viele verschiedene Blüten erstrahlen.“ Gleichzeitig gab sie zu bedenken, dass sich die jungen Erwachsenen vor allem im Hinblick auf die gesellschaftliche Entwicklung unter Beachtung der Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz klarmachen müssten, dass man Wissen nicht mit Kompetenz verwechseln dürfe. „Ihr seid die Generation, die mit künstlicher Intelligenz aufwächst und deren zahlreichen Möglichkeiten kennt. Ihr habt die Chance, Teil dieser Veränderung zu sein“, machte die Schulleiterin deutlich. Dabei forderte sie die Absolventen auf, mit diesem Wissen kreativ, innovativ und verantwortungsbewusst zu handeln.

Neben fachlichem Wissen wurden auch vielerlei soziale Kompetenzen erworben, z. B. als Mitglied der SMV oder als Schulsanitäter. So galt es für 2. Konrektor Andreas Jell sowie den Förderverein, insgesamt 50 in ihrer Schulzeit ehrenamtlich Tätige zu würdigen.

Oberbürgermeister Alexander Putz gratulierte von Seiten der Stadt und ging in seinen Worten einer Redensart auf den Grund: „Das Ei des Kolumbus“ lehre uns eingefahrene Denkmuster zu verlassen und mit Mut sowie Entschlossenheit neue Wege zu gehen. „Amerika ist schon entdeckt, doch warten viele neue Aufgaben in unserer Welt“, motivierte der Oberbürgermeister die jungen Erwachsenen.

Die Vorsitzende des Elternbeirats Monika Wolff stellte die besondere Rolle der Eltern in den Vordergrund. Daniela Nemela machte den Absolventinnen und Absolventen im Namen des Fördervereins mit einem Zitat von Hermann Hesses Gedicht „Stufen“ Mut für ihre weitere Zukunft.

Die Schülersprecher Leonard Brandl Simons und Sila Imal entführten die Anwesenden in die „verrückte Welt der Motivationssprüche“ von Eltern und Lehrkräften. Dabei stellten sie fest, dass „An deiner Stelle würde ich jetzt einmal etwas tun“ oder „Nicht ich schreibe die Abschlussprüfung, sondern ihr“ keine bedeutungslosen Floskeln seien. Sie riefen Erinnerungen an vergangene Jahre wach: „Denkt einmal an die Schulpausen, in denen wir versuchten, auf dem Schulhof als die coolsten Kids abzuhängen.“ Ebenso gedachten sie an überaus traurige Zeiten wie den Tod ihres Schulkameraden Blerian, der mit ihnen heute seinen Abschluss gemacht hätte.

Schülersprecher Leonard Brandl Simons und Schülersprecherin Sila Imal

„Heute beginnt für euch ein neuer Lebensabschnitt. Es wird wieder neu ausgesät und dabei liegt es in eurer Hand, was daraus wird“, hieß es am Ende der Veranstaltung. So erhielt jeder Absolvent schließlich noch ein Tütchen mit Blumensamen. Festlich umrahmt wurde die Feierstunde von Moritz Gill (8f) und seiner Mutter Tanja Wagner sowie Emin Hepürker (10a) und Noah Rom (10d). Die Gesamtkoordination lag dabei in den Händen von Claudine Taresch.